Paradisli-Stand am Reitschule-Flohmi,
6. Dez. ‘09
Das Paradisli war und/oder ist. Da sind wir uns nicht ganz einig. Für die einen war es (der Ort) und kann es (ohne Bauernhaus) aktuell nicht sein. Für die anderen ist es ein lebhafter Geist der fliegen kann. Für mich trifft beides zu…
So oder so muss das restliche Inventar aus dem ehemaligen “Vogelnest” jetzt weg! Wir werden uns also am nächsten Reitschule-Flohmarkt feierlich einen Stand einrichten, um die Sachen zu verschärbeln.
Damit wir leichter werden zum Fliegen. Die Loslösung von unbewegter Materie kann schlussendlich vielleicht auch einen Neubeginn erleichtern…
In diesem Sinne: Besuche uns am Flohmi und nimm ein Souvenir mit. Wir haben noch viel Schönes, das wir mit Freude weitergeben wollen - damit wir nicht alt und grau werden…
Herzlich, Bidu.
«Lasst uns aus der Reihe tanzen!»
«Die bewusste Erweiterung der subjektiven Wahrnehmung beim Einzelnen lässt in der Gesamtheit neue Lösungen zu, die schlussendlich zu einer nachhaltigeren und gerechteren Gesellschaft führen werden.» (DanceOutMoneymania, März ‘09)
Zuversicht und Enthusiasmus sollen die Strassenparade begleiten, und ganz viele bewegte Menschen!
Trotz dem bisschen Wehmut,
weil Pamela’s Auftritt ausgefallen ist, sind wir glücklich mit unserem Solifest von gestern Abend…
Ein Merci von Herzen an alle, die trotz dem schönen Wetter zu uns in den “Untergrund” gefunden haben! Eines an die Künstler für ihr Engagement! Eines an Theilers für ihren Besuch! Und nicht zuletzt ein herzliches Merci ans Denk:mal, für die Unterstützung …! Bis gli.
Solifest fürs Paradisli !
Für alle die in geduldiger Erwartung auf ein neues “paradislisches” Ereignis immer hin und wieder ihr Glück mit unserer Web-Page versuchen, und für alle anderen, die gar nicht mehr damit gerechnet haben - hier endlich eine frohe Nachricht zum Weitersagen:
am 13. Juni gibt es einen Soli-Anlass im Denk:mal - ein Abend zum Mitschweifen, Mitschwelgen, Mitschwofen - mit der mitreissenden Band Marygold, der zartbesaiteten Sängerin Pamela und dem unermüdlichen DJ Soulfood…
Demonstration: Thun freiräumen!
Thun ist derzeit eine kulturelle Wüste. Mit dem Abriss des Selveareals sind viele Ausgangsmöglichkeiten verloren gegangen. Als Alternative bieten sich derzeit eigentlich nur noch das Rösli und das Mokka an.
Diese Einschränkungen nimmt die Aktion Hausgeist nicht hin, was sich bei einer früheren Besetzung zeigte und sich hoffentlich wieder an der Demo zeigen wird. Die Demo ist übrigens die erste seit Langem. Seit dem 3. antifaschistischen Spaziergang, bei dem die Polizei übertrieben repressiv reagierte, gab es soweit keine Demonstrationen mehr in Thun. In Solidarität mit der Aktion Hausgeist rufen wir daher ebenfalls zur Demo am 30. Mai, um 15h beim Bahnhof auf. «Thun muss wieder wach werden!»
Das Schönberg-Baugesuch geht in die nächste Runde
Der Einsprache Hayoz’ beim Kantonalen Verwaltungsgericht wurde stattgegeben. Der Einwand des BVEs (Kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion), wonach das projektierte Bauvorhaben fürs Schönberg-Areal im Berner Obstbergquartier die maximal zulässige Nutzung überschreitet, wurde nicht bestätigt. Der Fall geht somit zurück ans BVE. Dieses muss nun weitere Einwände der Beschwerdeführerin (GPB-DA) prüfen.
Wirklich relevante Einwände betreffend der Quartierentwicklung (im Zusammenhang mit dem Bau des Quartierteils “Schönberg-Ost”) und insbesondere des Denkmalschutzes vom BVE wurden hier nicht berücksichtigt. Ob diese in einem zweiten Durchlauf noch geprüft werden, ist abzuwarten.
Unabhängig davon, ob die projektierte Überbauung jemals realisiert werden kann oder nicht, bleibt hier festzuhalten, dass der Verein Paradisli vor nun bald einem Jahr das Bauernhaus verlassen musste. Bis zu einem definitiven Bauentscheid, hätte dieses jedoch weiter für kulturelle Anlässe und alternativen Freizeitbetrieb genutzt werden können. Stattdessen steht es nun seit Mitte April 2008 leer, verlottert zusehends und wurde zwischenzeitlich von einem Sicherheitsdienst bewacht, was die Berner Steuerzahler bisher rund 180′000 CHF gekostet hat. Der Verein hingegen ist nach wie vor obdachlos und auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Seitens der Stadt war von der versprochenen Unterstützung bei der Suche nach einem anderen Objekt für eine kulturelle Nutzung bisher nicht viel zu spüren…
Wir bleiben am Ball und hoffen immer noch, schlussendlich eine für alle akzeptable Lösung zu finden.
Neues aus dem Schönbergpark
Vor wenigen Tagen erhielten wir Auskunft über den Zustand des Bauernhauses. Die uns informierende Person erhielt Zutritt und Einblick in das Bauernhaus. Sie berichtete uns, dass sowohl Fenster wie Fensterrähmen, dass der ganze Boden im Dachstock und sogar stützende Balken entfernt wurden. Der Wiedereinzug würde somit also sehr aufwändig und kostspielig.
Wir haben bereits letzten Sommer nach Alternativen gesucht - nach dem BVE-Entscheid im Herbst dann wieder neue Hoffnung für die “alte Heimat” geschöpft. Nun wissen wir, dass uns eine Neubelebung dieses einzigartigen Hauses fast unmöglich gemacht wurde.
Am kommenden Montag, 23. Februar, wird das Verwaltungsgericht, als dritte Instanz über das Bauvorhaben der Gemeinderätin entscheiden und den Entscheid öffentlich (!) bekanntgeben. Wer dabei sein will, findet sich um oder etwas vor 9 Uhr an der Speichergasse 12 in Bern, im Erdgeschoss, Gerichtssaal 2, ein.
Silvester 08 - Von den ersten anmutigen Tönen einer heiseren weiblichen Stimme, über die mutigen, fast ebenso schönen eines ungeübten Duetts, über spontan aufgelebte Bass-Saiten für Lele, zu einem mit Feuer geschriebenen 2009, bis hin in die Morgenstunden wo getanzt wurde und getanzt und getanzt … , war dies einmal mehr ein rundum paradislisch gelungenes Fest!
Vielen Dank an alle die mitgeholfen haben, damit dieses Ereignis auch dieses Jahr stattfinden durfte…
Falls jemand fotografiert oder gefilmt hat, bitte melden. Wir würden das Material gerne auf dieser Seite veröffentlichen. Merci!


Ein kurzes, philosofisches “Intermezzo” von Bidu:
Wenn wir uns auf einem spirituellen Weg finden, (und ich glaube dass wir in einem bestimmten Sinn alle – zumeist unbewusst – auf einem spirituellen Weg sind), dann sollte alles, was wir nach Aussen hin bewirken (wollen!) die Entwicklung der seelischen Organe des Menschen (Wahrnehmung, Empfindung, Erlebnisfähigkeit) fördern. Wir müssen uns in jeder künstlerischen, politischen, oder sonstwie öffentlichen “Offenbarung” im Vornherein bewusst sein; wo sie hinführen kann (im Gegenüber), und wo wir dabei selbst stehen. Schlussendlich ist es das Ziel, bestimmte Wirkungen hervorzurufen, zu provozieren - aber nicht aus Unmut über bestimmte Umstände, sondern aus Mut FÜR.
Es gibt keine klaren Abgrenzungen zwischen Ich und Gesellschaft. (Wir sind ein Teil davon.) Aber es gibt den Willen, die Gesellschaft (also auch das Ich) nach unseren Herzens-Wünschen mitzugestalten. Wie wollen wir uns also zeigen? Wie wir sind. Und vielmehr noch; wie wir sein wollen - «weil wir desto authentischer wirken, je näher wir dem Traum von uns selbst kommen.» Es gibt immer Möglichkeiten, sich im Alltag auszudrücken. Oft müssen wir uns selbst den Freiraum dazu erschaffen. Träumen und Sich-bewegen sind zwei wichtige Kräfte auf diesem Weg. Und Absicht kann auch eine (unvermeintliche) schöne Kraft sein, wenn sie verantwortungsbewusst gehandhabt wird.
Lasst uns unseren Träumen Seelen-Tänze kreieren!
…
Radisli fürs Paradisli
Radisli.ch ist ein Internet-Projekt zur Unterstützung des Vereins Paradisli. Radisli.ch hat sich zum Ziel gesetzt dem Paradisli den Kauf eines Hauses zu ermöglichen oder die Renovation der Infrastruktur zu finanzieren.
Auf der Internetseite werden Pixel (10 Rp. pro Pixel) zum Kauf angeboten. Ein Käufer kann ein Bild und einen Link zuschicken, welche auf der Startseite veröffentlicht werden.
Eine Million Pixel werden - wenn sie alle verkauft sind - insgesamt 100′000 Franken einbringen. Davon geht die Hälfte an den Verein Paradisli unter Bedingungen.
Das Paradisli dankt und freut sich auf viele verkaufte Solidaritäts-Pixel.
Mehr und genauere Informationen auf Radisli.ch.
Schadensersatzklage zurückgezogen
Heute Morgen stand beim Mietamt der Stadt Bern eine Schlichtung bezüglich des Festellungsbegehrens an.
Wir ziehen unser Begehren zurück. Die Stadt Bern erlässt uns die bisher angefallenen Parteikosten (der Exmissionverfahren).
und landet prompt wieder am selben Platz?
der Schönberg wird doch nicht überbaut!
(Lest dazu den BVE-Entscheid, und die BZ- und Bund- Artikel)
… Das ist deine Chance, liebe Stadt! Zeig uns Blösse, zeig dass es Lebendiges gibt in dir. Du kannst es sowieso nicht verbergen. Nimm uns jetzt endlich dankbar an dein Herz, gib uns unseren Platz in dir (zurück) …
am Sa 26. Juli
Mitten in der Stadt Bern, voraussichtlich auf dem Waisenhausplatz, findet am 26. Juli das KULTUR SCHOCK(T) FESCHT statt. Ab 12h bis 24h. Mit Musik, Chill-Ecken, Video-Beam, Feuershow (am Abend)… Getränke gegen Kollekte. Mehr dazu via diesen Link.
Eine kurze Chronik zum Exmissionsverfahren ist nun abrufbar.
Paradisli’s Tour de Berne …
Wie angekündigt suchten wir Ersatzlokalitäten, um die Konzerte weiterhin durchführen zu können. Bis anhin haben wir für drei der fünf geplanten Konzerte Lokale gefunden. Wir danken den Menschen die uns unterstützen ganz herzlich!
Weiterhin suchen wir nach einem fixen Ersatzstandort. Nicht nur für drei Spiele …ääh Konzerte. Sondern einen Standort zum Bleiben, etwas Nachhaltiges. Zwar haben wir einige Objekte ausmachen können, diese sind aber entweder viel zu teuer oder aber nicht gerade sehr passend (Lagerhallen z.B.).
Der Sommer lässt sich auch ganz gut draussen verbringen, aber für die kalte Jahreszeit, wird der Einzug in ein neues(?) Haus willkommen sein…
und bleibt!
Unser schönes, geliebtes Haus steht jetzt zwar leer…
Das Schwert ist aus der Hand gegeben…
Wir klingen und leuchten aber trotzdem! weiterhin! (und -her)
Wo auch immer das Paradisli in nächster Zeit anhält, an ebenso zauberhaften Veranstaltungsorten, oder auf der Strasse: Besucht es! Unterstützt es! Geniesst es!
Sein Geist lebt. Hier in Bern.
Und bald finden wir vielleicht einen neuen Ort, wo es landen will, um dauerhaft zu bleiben…
Unrecht mit Frau Hayoz
Frau Hayoz legt im Nachhinein Verträge neu aus und respektiert den Sinn von Verträgen nicht. Gerichte drehen das Recht zu ihren Gunsten, indem sie die von uns vorgebrachten Argumente nicht behandeln und im Entscheid sich selbst widersprechen. Was soll man da noch tun?
Dass Frau Hayoz von Recht und Ordnung zu sprechen wagt, während sie diese missachtet, lässt uns unsere Ohnmacht spüren.
Starke Frau, die sich lächelnd dem Willen ihrer Partei fügt, anstatt die Verantwortung ihres Amtes wahrzunehmen.
Wieso kämpfen wir noch juristisch, wenn Recht und Ordnung korrumpierbar sind? Wieso glauben wir an eine faire Demokratie, wenn Karriere der “kratie” wichtiger ist, als die Probleme des “demo”?
Ich weiss es auch nicht. Wahrscheinlich sind wir einfach dumm und naiv.
Offener Brief an Barbara Hoyoz
Nein, Frau Hayoz - wir sind nicht am “Zwängen”! Nein, Bernhard Eicher - wir veranstalten kein “Theater”! Alles, was wir wollen ist, dass uns unser demokratisches Recht gewährt wird.
Warum das so ist und was für Auswege es geben würde, kannst du im offenen Brief an Barbara Hayoz nachlesen.
Aargauerstalden, beim Bärengraben
- gegen die unnötige, vorschnelle und teure Räumung des Paradisli
- gegen Willkür der Liegenschaftsverwaltung
- gegen eine Hayoz-Diktatur
- FÜR freies und buntes Kulturschaffen
- FÜR lebendige Wohnquartiere
- FÜR die Wertschätzung alternativer Lebensweisen als Bereicherung unserer Gesellschaft
Die Sofa-Aktion von heute Nachmittag
Die Sofa-Aktion auf dem Kornhausplatz war ein Erfolg. Viele Passanten sind zwar häufig etwas scheu und trauten sich nur in einzelnen Fällen näherzukommen oder gar sich zu setzen. Einige - auch ältere Leute - hatten jedoch auch aus kleiner Distanz sichtlich ihre Freude an unserem Freiluft-Wohnzimmer (und -Atelier..)! Seltene Unglückliche haben sich schwarzgeärgert. Aber Bern gehört eben nicht (nur) den “Grauen Herren” und ihren glitzernden Damen…
Die Zusammenarbeit mit dem Wagenplatz Alternative ist eine Riesenfreude! Die Sofa-Aktion wird auch in Zukunft stattfinden: Dem Paradisli wird der Ort genommen - wir werden auf die Strasse gesetzt: also, hier sind wir jetzt. Und alle Mitmenschen sind herzlich dazu eingeladen, sich zu uns zu gesellen. Speziell freuen wir uns auf “Mitgeniesser” anderer Freiräume. Gespräche über die Freiraum-Landschaft Berns zu führen, erscheint uns angesichts der ewig heiklen Situationen nötig. Wie wir wissen, sind wir alle unterschiedlich. Differenzen gibt es zum Teil auch innerhalb der einzelnen Gruppen. Gemeinsamkeiten herauszufinden und Grenzen zu erkennen, auch dafür ist die Sofa-Aktion da.
Heute Samstag, 29. März, wird
Christine Lauterburg & Friends
um 20.30 Uhr im Paradisli auftreten. Das Wetter und die frühlingshaften Temperaturen lassen es bereits wieder zu, im Garten zu weilen. Eine Vorband vorverzückt..
Umzug fürs Paradisli:
am Samstag 5. April um 14 Uhr
Start am Aargauerstalden (nahe Bärengraben)
Eine Bewilligung wurde bereits eingereicht. Da die Route so gewählt ist, dass der öffentliche Verkehr kaum gestört wird, hoffen wir, dass dem positiven Entscheid aus dem Hause Hügli nichts mehr im Wege steht. Flyer dazu findet ihr im Anhang und demnächst auch auf der Homepage. Wir wollen den buntesten Umzug, den Bern je gesehen hat. Bringt allerlei Farben mit: Gesichtsfarben, Kreiden, Textilfarben. Bringt Fahnen und kreative Aktionen mit. Für eine selbstbestimmte, farbig-vielfältige (Jugend)kultur, für Freiraum und gegen unnötige Präventiv-Massnahmen zum Schaden von Individuen und Gemeinschaft.
Paradisli lebt weiter! So oder so!
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